Warnung des Gesundheitsministers: Darüber sollte man Gras wachsen lassen.
Diese Email erreicht Dich, geneigter Leser, aus dem 30 Grad warmen Los Angeles, wo heuer zum zweiten Mal in Folge eine Professional Developers Conference abgehalten wird. Heuer gibt es nicht nur ein Thema, sondern gleich drei ganz große: Longhorn (Lange Zähne), Yukon (.NETter Goldrausch) sowie Whidbey (Reif für die Insel).
Heinrich oder nicht, mir graut bereits davor wann ich in den nächsten Tagen mein Hotelzimmer zu Gesicht bekommen werde, BOF (Birds of a Feather, nein, nicht der allseits beliebte BOfH) Sessions sind bis zur Geisterstunde hin angesetzt - und das bei einer Konferenz, wo sie sich erdreisten doch glatt für halb neun Keynotes anzusetzen. Unchristlich, und das, obwohl die doch den General Gottes in Amt und Würden haben.
Heute war Anreisetag, was bedeutet, um fünf aus dem Bett und ab nach München, zum Direktflug in die Stadt der Engel. Wen man nicht so aller in einem Samstagsflieger ab München zu einer Microsoftkonferenz allen treffen kann: von Ralf Westphal über Thomas Fickert von MS alles was Rang und Namen hat (schließlich bin ja auch ich im Flieger). 12 Stunden Fünf-Buchstaben-Breitsitzen ist angesagt, auch wenn ich das nicht für angesagt halte, besonders wenn ich in das Land des Fast Foods fliege.
What goes around comes around - oder so ähnlich dachte ich mir bei der Immigration Control. Die Zeit die ich in Washington letztes Mal nicht gebraucht habe hole ich heute wieder auf. Wenn man drauf steht....
Die Tüchtigen haben das Glück (andere argumentieren mit dem proverbialen Dummen). Mein Hotel liegt in Little Tokyo, und einmal rund ums Eck ist ein japanischer Supermarkt. Raten anhand der Bildchen ist angesagt, weil meistens gibt's nicht mal einen englischen Kurztext. To-Fu! Da wird mal ein längerer Bummel fällig, das Maracuja-Orange Kracherl aus Hawaii war schon ganz gut, nächstes Mal traue ich mich über die esoterischern Varianten drüber. Was ist Kyonouta? Egal, gekauft, sah' lecker aus.
Der Internetzugang im Hotel ist gesalzen, preislich würde ich sagen war's Importsalz. Was soll's, bevor ich den Notebook durch die Gegend (read: zur Konferenz) schleife, beißen wir in die Zitrone und lassen uns den Tequila schmecken.
Morgen ist Tag 1, der Preconference Tag. Oft wird das auch als Precon geführt. Heißt das dann daß die Vortragenden bei Konferenzen Con-Artists sind? Nun ja, vorgetäuscht wird ja in allen Lebenslagen (Movie-xref: Harry und Sally), warum nicht auch hier?
Das ist aber schon weit in der Zukunft, vorher muß ich noch rausfinden, für welche Precon ich mich angemeldet habe (ja, Alzheimer ist was schlimmes). Ergo, vis-a-vis, etcetera p.p. liest man sich morgen wieder, von Deinem Freund vom anderem Ufer des Teiches.