 Monday, May 08, 2006
Tja, heute schon wieder was spammendes, diesmal auf Deutsch: "Guten Abend Jasmin, Wo Daniela steckt, da will ich auch hin http://www.diedomainhabeichersatzlosgestrichen.salzamt mit Anne Dohmkte ihren enthaupten Jasmin geschlüpft ich, allzu Gesamtbetrag ansammeln gut Samstag BIPBruttoinlandsprodukt Jasmin schon Es zieht. mehr Beschaufelungsplan m ausgetrocknet Azteke Liebe ausgetrocknet."
Was soll man da noch sagen? So mancher Literaturpreisträger muss ob solcher Metaphorik vor Neid im Boden versinken. Sogar der große Hildegunst von Mythenmetz kann da nicht mithalten. Der Text in der HTML-variante war natürlich ein ganz anderer, deutlich weniger poetischer. Aber wer sich HTML als Hauptansicht in einer Mailbox die als Spamfalle dient anzeigen lässt ist sowieso selbst schuld. Mein Spamfilter hat das übrigens brav aussortiert. Er lernt also inzwischen auch Deutsche Lyrik, äh Spams.
 Sunday, May 07, 2006
Salut! Ab und an bekommt man Mails, da fragt man sich... So auch vorhin wieder. Mir. Einen Fernlernkurs Arabisch andrehen wollen. Von einer Französischen Fernschule. Ts. Zu was habe ich den Marrokkanische Verwandte, hm? Zitat #1: "Nous sommes une association française fondée par des enseignants de l'Education Nationale. Notre but est de promouvoir la langue et la culture arabes dans une optique didactique et laïque."
Didaktisch und weltlich? Wenn meine werten Verwandten nicht weltlich sind, wer dann? Zitat #2: "Nous vous invitons à visiter notre site web entièrement en Français:"Da sag ich jetzt nichts dazu. Meine werte Mishpoke hat mir das sicher nicht zukommen lassen, die ist mehrsprachig. Zitat #3: "PS: Ceci n'est pas un Spamm."Et ceci n'est pas un Blogpost. Et l'orthographie n'existe pas.
 Thursday, May 04, 2006
Gestern noch schnell zwischen Tür und Angel die neue Skype 2.5 BETA installiert, heute das SMS Feature ausprobiert - genial einfach. Sogar die eigene Rufnummer kann man als Absender mitschicken lassen, praktisch wenn man will daß sich das Gegenüber am Handy die Finger für die Antwort bricht, Du aber bequem am Keyboard tippen kannst:

Das Conference Call Feature klingt übrigens auch nicht schlecht, weil man damit einer Person das Wort erteilen kann - und nicht wie sonst üblich, x Leute gleichzeitig quatschen probieren.
Das aber genauso wenig mit Monty Python zu tun hat wie es nicht-technisch ist. Nichts desto trotz aber interessant ist (komisches Konzept für einen ITler, nicht wahr?).
Gestern endlich die Zeite und Muße gefunden, die letzten Kapitel von Philippe Sands' Buch Lawless World zu lesen. Das Buch beschäftigt sich mit internationalem Recht, erklärt die Entstehung der diversen Abkommen (von Menschenrechten bis Handel) und wie sie bei bestimmten Fällen in der Vergangenheit zur Anwendung kamen - zB bekommt man die volle Erklärung warum und wieso der Fall Pinochet so gelaufen ist wie er eben gelaufen ist.
Danach kommt der Experte für internationales Recht ab Kapitel 7 auf aktuelleres zu sprechen, nämlich Terrorismus, Guantanamo sowie Irak. Und zwar niemals auf reißerische Art (wie man es vielleicht von Michael Moore erwarten würde), sondern trocken analysiert wie und wo internationales Recht ignoriert, für nicht zuständig und generell nicht anwendbar erklärt wurde. Er nimmt die Memoranda aus den USA und UK (er ist Anwalt in England) zu den Themengebieten, und erklärt anhand der internationalen Abkommen wieso das so nicht sein kann aber dennoch so gemacht wurde. Punkt für Punkt zerlegt, wie man so schön sagt.
Das Buch skandalisiert an keiner Stelle und bleibt immer seiner Linie Treu, dem Leser die Anwendung (und den Mißbrauch) internationalen Rechts aufzuzeigen. Es ist leicht lesbar - viele, viele IT Bücher lesen sich deutlich schlechter, ich mußte mich hin und wieder zwingen, aufhören zu lesen - damit die Erkenntnis Zeit zum Einsinken hat, quasi.
Fazit: würde dieses Buch jeder Bürger der EU lesen, dann hätten unsere Politiker ein ernsthaftes Problem. Wer sich für das tägliche weltpolitische Geschehen interessiert, für den ist das Buch sogar ein Muß. Für mich definitiv das beste Buch das ich im letzten Jahr gelesen habe.
 Tuesday, May 02, 2006
Gerade die Zusammenfassung gelesen in der aktuellen c't 10/2006 (IT-Projekte als Krankmacher, S. 68). Interessant. Und der Report selbst enthält Informationen / Tips wie man solche Probleme hintanhalten kann.
 Monday, May 01, 2006
Da installiert man mal wieder Windows Vista (ja, ich gebs zu, ich bin Masochist.) und scrollt in der Länderauswahl für die Sprach- und Tastatureinstellungen herum. Normalerweise bin ich ja oben in der Liste zugange, so von wegen Österreich auf Englisch. Aber dieses Mal hab ich halt doch ein wenig gescrollt um zu sehen was es da so alles gibt.  Jaaaa. Guantanamo Bay hat einen eigenen Eintrag. Geschmackvoll.
 Sunday, April 30, 2006
Das 11. Gebot laut unseres DG Professors im Gymnasium lautet "Du sollst Dich nicht täuschen". So geschehen letzte Woche beim Segeltörn in der nördlichen Adria - anstatt der statistisch wahrscheinlicheren Bora gab es fünf Tage strahlenden Sonnenschein mit ohne Wind, wie könnte es auch anders sein.
Apropos Du sollst Dich nicht täuschen - DAS ist nicht unser Schiff:

Sondern ein Wrack bei der Einfahrt zu Grado. Das unten ist aber schon unser Boot (Liegeplatz nördlich der Altstadt von Rovinj):

Und nein, das Foto ist nicht geschönt - es war so schön.
Ebenfalls in der Kategorie "Du sollst Dich nicht täuschen": Segeln waren allesamt alte Uni-Freunde mit ohne Anhang, und dennoch ist es in einen "Mädchentörn" ausgeartet - ständiges Diskutieren über gutes Essen, nahezu kein Bierverbrauch (< 20 Doserl ist beschämend, nämlich dann wenn's der Wochenverbrauch der gesamten Crew ist), und es gab sogar ein Kulturprogramm. Zu diesem gehörte ein Besuch auf Brijun, der ehemaligen Sommerresidenz von Tito. Kann man sehr empfehlen, allerdings sollte man sich einen Tag Zeit sowie ein Fahrrad nehmen. Denn die Pauschalterroristen werden in einen Kinderzug gesetzt und im Eiltempo über die Insel gejeikt.
Reiseroute für Interessierte: San Giorgio di Nogaro, Grado, Umag, Porec (Manöverschluckeinkauf only), Brijun, Rovinj, Piran (Kaffee), Izola, Grado, retour.
PS Die Marinas in Italien sind imminently forgettable. Ebenso die normalen Adriaführer wenn man vom "Beständig" verwöhnt ist.
 Friday, April 21, 2006
Hat nichts mit Heimwerken zu tun diesmal sondern mit Geographie:

Also Mürzzuschlag ist wohl eher nicht in Italien anzufinden... Italien scheint überhaupt fast völlig mit österreichischen Städten verseucht zu sein: Gänserndorf, Grieskirchen, Güssing, Puchberg, Perg, ... oh Mann. Irgendwer bei Yahoo! Weather hat hier einen ordentlichen Bock geschossen.
 Monday, April 17, 2006
Offiziell am letzten Tag die Saison auf der Piste beendet (na gut, na gut, seien wir ehrlich: wir sind eigentlich hauptsächlich wegen der Skihütte ausgefahren) - der Skiwinter 2005 / 2006 ist Geschichte. Und was für einer. Fünf Monate Skifahren, sogar heute noch absolut traumhafte Verhältnisse über die wir uns in etlichen früheren Wintern im Dezember oder Jänner alle Finger abgeschleckt hätten. Irgendwie völlig ungewohnt wenn man nicht den Fetzenski auspacken muß am Saisonende.
So, jetzt noch irgendwann in dieser Woche die Winterreifen runter von der Karre - ein halbes Jahr auf Schneepatscherln reicht.
 Monday, April 10, 2006
Der Geburtstag von Stefan (wo sind die Hasen) Häsler war mal wieder zu feiern, ergo auf nach Wien. Per Bahn, bin ja nicht wahnsinnig. Nur leidensbereit, ist ja die ÖBB. Und am Südbahnhof braucht man des Mittags Futter, weil das Zeugs im mobilen Bordservice tendenziell eher ein kreativer Ansatz zur Sondermüllentsorgung ("Wir werden los, sie zahlen dafür") statt essbar ist. Und was sieht man? Da wo einstmals ein langweiliger Stand mit "Reiseproviant" - also Alkoholika der stärkeren Sorte, sonst übersteht man die ÖBB wohl nicht auf längeren Strecken - dräute, da gibt es jetzt eine winzigkleine Aussenstelle von einem Koreanisch-Japanischen Resti. Heisst "Busan", hat eine Website und vielversprechenderdings ist fast alles auf Koreanisch angeschrieben. Kann also nur gut sein. Und die Preise sind auch ok. Ich werfe mir also eine Portion Nudeln ein, so ca. ein Kilo. Dazu gibts eine Portion frischen Kimchi (Scharf eingelegter Kohl, Koreanische Spezialität, sehr empfehlenswert!) vom Wirt spendiert, der glücklich ist daß a) endlich mal ein Europäer sich hinsetzt und mit ihm plauscht statt das Futter in einem dieser Pappbehälter mitzunehmen die man sonst nur aus Amerikanischen Filmen kennt und b) der Koreanische Küche zu schätzen weiss. Anschliessend empfiehlt mir der gute Mann einen Koreanischen Energy Drink. "Wie Red Bull, nur original. Mit Ginseng, ist gut für Männer." In einem Anfall gastronomischen Wahnsinns kaufe ich also ein Fläschchen. Was draufsteht kann ich nicht lesen, aber immerhin steht was mit "Witamins" drauf. Kann also nur gesund sein:  Der Plan: ich trinke das Zeug bevor ich zur Party aufbreche, muss ja fit sein  Gesagt, getan. Mon dieu! Ist wirklich anders als diese hierzulande beliebten aufgelösten Gummibärchen. *Schüttel* *Beb* Mir hats jedenfalls gefallen, auch wenn es sehr, sehr merkwürdig war. Schmeckt massiv nach Ginseng und vermutlich ein oder zwei der unleserlichen Zutaten auf dem Etikett. Zucker ist angenehmerweise auch nicht überdosiert. Nicht unbedingt das was man als "lecker" bezeichnen würde, aber nicht uninteressant. Ok, ich esse auch gerne Kimchi oder Wasabi, also bin ich wohl keine Referenzinstanz für allgemein akzeptablen Wohlgeschmack. Besser als diese Gummibärchensosse ist das aber allemal. Eine halbe Stunde lang war ich anschliessend ziemlich lebhaft, aber ohne irgendwelche Kreislaufprobleme, war also nicht so koffeinhaltig. Hat was, das Zeug.
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