Da stöbert man bei der Ih-Bucht herum und findet eine neue Quäkleiste. Die sieht so aus:

Das erinnert doch an was? Genau. Ist es aber nicht. Definitiv kein JesusPhone von den Obsthändlern aus Cupertino. Stattdessen ist es das Modell hier:

Für die Nichtleser hier: ein CECT T718 mit folgenden Leistungsdaten:

Ok, ich sags auch nochmal für Leute die nicht dauernd in Chinarestaurants das Buffet leerfressen:
- Dualband GSM
- 2 SIM-karten
- Slot für eine Microflashkarte (512 MB gratis mitgeliefert)
- 3,5" Display (240x320)
- Video (inklusive stufenloser Zeitlupe, ist das jetzt cool oder was?), Musikplayer, Knipse mit Videofunktion
- sonstigem Multimediaschmarrn wie Bildbearbeitung
- noch mehr Schmarrn wie Chinesisch-Englischwörterbuch und ebook-reader, BMI-berechnung und Menstruationskalender (ja, ernsthaft!)
- der übliche Schmarrn wie GPRS, WAP, Email, Kalender, Spiele (inklusive einem richtigen Mahjongg, nicht die hier übliche Dumpfgummivariante)
- (Stereo)Headset, Ladegerät und Sync via USB - nix da mit dämlichen Spezialsondersteckern
- 2 Akkus mit jeweils ca. 2 - 3 Wochen Standzeit (Ja, ich weiss das aus praktischer Erfahrung. Ich hab die Quäke schon vor einiger Zeit gekauft. Da haben die Jesusphonejünger noch geschaut ob es irgendwo Apple-kompatible Schlafsäcke (sogenannte iBags) gibt damit sie vor den Läden übernachten dürfen)
- Handschriftenerkennung für Englisch und Chinesisch - da macht SMSen mal halbwegs Freude.
Und das ganze um 100 Öcken inklusive Versand und ohne Vertragsbindung. Jawollja, St. Steve von den Rollkragenpullovern, da schaust. Billiger als dein Jesusphone und erweiterbar. Und mit mehreren SIMs gleichzeitig. Ok, es läuft dem Vernehmen nach unter (igitt sagt da jetzt der oder die eine oder andere sicher) Linux, es hat keinen Multitapschbildschirm (Hinweis - egal ob Single- oder Multitapschbildschirm, ein Putztuch muss sein, speziell bei feuchten Pfoten und den bei aktuellen Temperaturen schweissgetränkten Ohren) und der Typ der Font und Farben ausgesucht hat gehört erschlagen. Naja, wenigstens kann man die Schriftfarben ändern und ein anderes Wallpaper als die mitgelieferten verwenden. Das rosafarbene Äpfelchen mit draufdrapierter Holder und dem Schriftzug "La Femme Nikita" wäre echt nicht nötig gewesen, Jungs!
Menüs könnten ruhig ein wenig weniger verschachtelt sein (ist ja kein frühes Moto), die Windowssystemklänge bei Start und Shutdown hätten auch nicht sein müssen - passt ja wirklich nicht zu dem verschwurbelten Apfellogo (t-phone, ei freilich...) und auf der Quäke brauch ich die echt nicht, speziell weil die sich nicht austauschen lassen, ganz speziell weil das mit den eingebauten 6 Lautsprechern ziemlich, naja, laut rüberkommt. Seufz. Naja, andererseits schaltet man seine Quäke ja täglich normal nur einmal ein und aus...
Aber sonst passts. Gesprächsqualität ist ok, die Akkustandzeit passt auch. Und das Nachfolgemodell das wie immer wenn man was kauft drei Wochen später am Markt war (t738 oder t758 als Outdoormodell, falls wer suchen will) hat natürlich dann auch schon Bluetooth, Java (falls das wer braucht) einen echten Ziffernblock etc... Und die allerneuesten Quäken gibts schon mit 2GB onboard-speicher, 3 SIM-karten usw., usw., teilweise auch schon mit Deutschen und Französischen Menüs.
Fazit: wenn man sich zutraut eine Quäke ohne Handbuch zu verwenden und mit Englischen Menüs leben kann, dann kann man die Quäken nur empfehlen. Und die hiesigen Handyhersteller sollten sich so langsam mal warm anziehen wenn man so anschaut was die Chinesen so bauen. Und das bei den unsubventionierten Endkundenpreisen...