# Monday, August 03, 2009

Der Herr mit dem ich im Mai im Cafe Amacord war hinterließ mir noch einen Tip für ein Chinalokal - und zwar das Neon. It haus you the guck ein wie das ausgeleuchtet ist, allerdings das Essen ist vom allerfeinsten - mein Saguo Chicken hatte ordentlich Tritt was die Schärfe betrifft. Die zwei Kollegen waren ebenso sehr begeistert von der Qualität. Küche beim Eingang hat jedenfalls was.

Weil es direkt daneben war sind wir auf ein Fluchtseidl (ok, Halbe) in Brandauers Bierbögen abgebogen. Der Deppenapostroph hätte mir zu denken geben sollen (ich weigere mich den in meinem Blog zu wiederholen), das Bier jedenfalls ist nicht wiederholenswert.

Wenn wir bei Bierlokalen sind: die Stiegl Ambulanz. Das Hausbier sowie Paracelsus können in diesem schönen Biergarten den Arbeitstag nett ausklingen lassen. Der Spanferkelrücken kann nicht entzücken, sprich dort Essen gehen - Nein.

Biermäßig erwähnenswert - wenn auch nicht neu für mich - das Müller Bräu am Wienerberg. Gegen das Bier kann man wahrlich nix sagen, allerdings Öffi-technisch bescheiden zu erreichen.

Endlich ein Lokal vom Naschmarkt - das Pho Sai Gon. Jederzeit empfehlenswert, und ja, scharf auf der Speisekarte meint scharf.

Der geneigte Leser weiß was bis dato fehlt: der obligatorische Eissalon. Dieses Mal ist es der Eissalon Garda. Guter Espresso, das Eis ist laut Gierschwein ebenfalls sehr gut.

Finalemente sei der Vollständigkeit halber die City Beach - Creperie beim Schwedenplatz aufgeführt, für einen AWR (After Work Radler). Kollega hat die namensgebende Speise in süß probiert, ich hingegen habe gepasst.

Monday, August 03, 2009 6:21:12 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00)  #    Comments [0]
# Thursday, July 30, 2009



Yes, that speak we!
Thursday, July 30, 2009 6:12:00 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00)  #    Comments [1]
# Wednesday, July 29, 2009
Wie ja nicht unbedingt jeder genau weiss aber doch vage ahnt, ist Mauretanien recht gross. Und hat wenig Einwohner. So ca. 1 - 3 Millionen (je nach Statistik der man gerade glaubt) auf der dreifachen Fläche der BRD, wobei mehr als 600000 in der Hauptstadt Nouakchott leben. Folge davon ist, daß man ziemlich weit reisen muss um von Stadt A nach Stadt B zu kommen. Reisen ist da also wichtig. Und mitunter ein Problem.

Gehen wir mal die Alternativen durch:

1) Kamel

Das fällt ja jedem als Transportmittel der Wahl sofort ein, wenn er Sahara hört. Ist aber keine gute Wahl.
Pro: Abgasfrei (bis auf metabolisch bedingte Blähungen)
Kontra: Flöhe, schaukeln fürchterlich, nur in Provinzen verbreitet die nicht für Touristen gut sind (Stichwort Entführungen) und man geht meist nebenher weil die als Lasttiere verwendet werden. Letzteres ist zäh wenn man mal so 700 km vor sich hat und der Weg aus Sand besteht.



Das ist also kein Park&Ride, sondern ein Marktstand.

2) Öffis

Gibbet nich. Bis auf die firmeneigene Bahnlinie der SNIM von Nouadhibou nach Zouérate.
Pro: fährt dreimal am Tag, einmal davon mit Personenwaggons. Spottbillig. Ticket 2 ca. Euro für einfache Fahrt, Mitfahrt in Erzwaggons gratis. Möglichkeit Geländefahrzeuge auf Plattformwaggons nach Choum zu transportieren falls man im Adrargebirge unterwegs ist.
Kontra: Personenwaggons sind eher überfüllt um es mal höflich zu sagen, die sanitären Einrichtungen legen nahe daß man die seltenen Halte benutzen sollte um den Sand neben den Gleisen zu düngen. Speisewagen gibbet nich. Fahrzeit für 770km ist 18h wenn alles gut geht.



Ein einen Kilometer langes Segment des Zuges bei der Zusammenstellung. Gesamtlänge des Zuges ca. drei Kilometer.

3) Auto:

Ausserhalb der Städte gibt es insgesamt vier asphaltierte Überlandstrassen. Der Rest sind Schotterpisten oder Tracks durch die Wüste. Selbst zu fahren ist in Städten nicht unbedingt ratsam. Es hat seinen Grund warum so gut wie jedes Auto zumindest Blechschäden hat... Prinzipiell wird jede Strasse mehrspurig genutzt, auch wenn nicht dafür vorgesehen, gegen die Fahrrichtung reversieren ist normal, Gurte sind in heimischen Autos entweder defekt oder fehlen ganz (was machen die mit dem Gurtband?) und Verkehrsregeln sind mehr generelle Empfehlungen. Sammeltaxis für Überlandverkehr sind was für wirklich harte.
Pro: flexibelste Möglichkeit zu reisen
Kontra: grosses Gottvertrauen, ein einheimscher Fahrer mit Geländewagen und ausreichend Reserverreifen sind ein muss. Und viele Benzinkanister. Wer mit eigenem Auto fahren will braucht noch mehr Gottvertrauen, genug Bares für "informelle Bearbeitungsgebühren" an der Grenze und wie die Karre nachher aussieht sollte sehr, sehr wurscht sein - speziell wenn man nördlich von Nouadhibou oder des Adrargebirges offroaden möchte. Da gibts Minenfelder. Und in der Provinz Tiris Zimmour soll es auch noch Polisario-Rebellen geben, auch wenn mir keiner davon begegnet ist.



Ein ruhiger Tag in Nouakchott. Das fällt nicht mal unter rush hour.

4) Fliegen

Das ist die bei weitem schnellste Möglichkeit sich zwischen den grösseren Städten des Landes zu bewegen. Wenn der Flieger denn kommt. Mauritania Airways hat nämlich nur zwei Maschinen, eine davon für internationale Flüge, eine für Inland.
Pro: billig und schnell. Auf kleineren Flughäfen kann man das Gepäck direkt bei der Maschine auf der Runway abholen, da geht definitiv nichts verloren. Umbuchungen wegen entfallenen Flügen sind gratis.
Kontra: wehe, die Maschine für Inlandsflüge wird von der Regierung gebraucht - dann steht sie halt nicht zur Verfügung (im Zweifelsfall alle zwei Stunden am Tag des Abflugs bei der Airline anrufen falls man keine örtliche Handynummer bei Buchung hinterlegt hat). Verwirrende Prozeduren am Flughafen. Natürlich an jedem Flughafen anders. Ohne örtlichen Helfer schwer zu erledigen. "Informelle Bearbeitungsgebühren" fallen für Westler eigentlich immer an - andererseits erspart man sich so zwei oder mehr Stunden Schlange stehen (und trotzdem eventuell "informelle Bearbeitungsgebühren" zu zahlen).
Update: bei Inlandsflügen ist das Freigepäck auf 15kg beschränkt, nicht auf 20kg wie sonst üblich. Und als Ausländer zahlt man etwas höhere Übergepäckgebühren - 200.- Euro, um genau zu sein :-) Wollte das nur gesagt haben, falls jemand mal Lust hat, nach Mauretanien zu reisen.



Mit dem Auto direkt beim Flieger abgeholt werden - Luxus!




Die Abfertigungshalle des Flughafens in Zouérate. Kein Strom, übrigens. Checkin ist reine Handarbeit.

Ach ja. Zum Schluss noch was: bei Reisefrust gibts kein Trostbier. Mauretanien ist schliesslich eine Islamische Republik...
Wednesday, July 29, 2009 5:50:25 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00)  #    Comments [0]
# Monday, July 27, 2009
Wenn schon mal so richtig sommerliches Wetter herrscht, muss das auch ausgenutzt werden. Ab in einen schönen Garten, Grill anwerfen und gemütliche acht Stunden faul sein das Leben geniessen.
Und damit es nicht nur tote Tiere gibt, fängt man an zu improvisieren. Zu was steht im obigen Garten denn ein Nussbaum? Her mit den Nüssen vom letzten Jahr, Käse und geräuchertem Chili. Eine feine Kombination die nur wärmstens empfohlen werden kann. Resultat:



Als passendes Sommergetränk dazu eine spontan entstandene Kombi aus Uhudler mit frischer Minze. Aus unerfindlichen Gründen war das Glas immer leer wenn die Kamera griffbereit war...




Egal - wer Uhudler auftreiben kann sollte das unbedingt ausprobieren - wer keinen Uhudler auftreiben kann bekommt von mir eine Gedenksekunde aufrichtigen Bedauerns. Das fruchtige Erdbeeraroma der Isabellatraube* zusammen mit der Frische der Minze....

*Mir wurscht, was die dingsbumspedia zu den Rebsorten sagt. Das heisst Isabella. Punkt.

Monday, July 27, 2009 1:27:39 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00)  #    Comments [0]
# Tuesday, July 07, 2009
Nachdem ich wohlbehalten (sieht man von ein paar Sandflohbissen ab) wieder aus Mauretanien zurück bin, werde ich nun in loser Folge mehr oder weniger wissenswertes, bemerkenswertes und sinnloses aus der Wüste posten. Fangen wir mal mit einer Mehrfachsteckdose an:



Da lacht doch das Heimwerkerherz und den VDE würds wohl aushängen. Falls jemand in diesem Hotel (bestes Haus am Plazte in Zouérate, btw) ob der Steckdosen Bedenken wegen Brandgefahr haben sollte, dem sei gesagt: selbstverfreilich gibts Feuerlöscher auf dem neuesten Stand:



Brandmelder etc. gibts natürlich nicht. Wer braucht denn sowas in der Sahara?
Tuesday, July 07, 2009 1:43:05 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00)  #    Comments [0]
# Tuesday, June 30, 2009

Rückschau: März April Mai

Ein weiterer Monat hat sich dem Ende zugeneigt, Zeit für den monatlichen Lokalitätenreview von der Front in Wien.

Da hätten wir mal die Pizzeria Riva, die neben dem Vorteil der kurzen Gehdistanz von der Wohnung auch wirklich gute Qualität bietet. Meine Siciliana hat mit dem roten Hauswein gut harmoniert, auch mein Kollege war von seiner Wahl sehr angetan. Als Abschluß des Abends gings noch ins Contor am Karmelitermarkt (unter dem Motto: das Gute liegt doch so nah').

Was sein mußte war der (ok, mehr als einer) Besuch im Zattl auf ein Pilsner Urquell. Allerdings war der Hype nicht der Auslöser, sondern wir wußten ja schon länger was da auf uns zukommen würde (Insider Infos sind durch nichts zu ersetzen). Ja was soll man sagen wenn man ein Biertrinker ist? Hingehen!

Dann wären wir dabei einen Tip eines Arbeitskollegen breitzutreten: das Gasthaus Kopp, und zwar auf Ripperl (gibt es lt Speisekarte Mo, Mi, Do und Sa). Unangefochtener Top-Tip des Monats.

Auf der Liste der Kaffeehäuser wäre abzunicken das Segafredo Hernals (Sonntags auf eine Morgen-Latte). Abzunicken auf der Fast Food Front ist das Asala in der Alserstraße, definitiv mein Ägypter des Vertrauens (Fool und Falafel braucht man halt).

Bleibt noch ein "Ausweichlokal" (wir hatten an sich was anderes im Auge), und zwar das Zwillingsgwölb - auf das gleichnamige Schnitzel nämlich. Für den kleinen Hunger zwischendurch ;-)

Zum Monatsabschluß ein Gmischtes in der Stadtbrauerei Schwarzenberg. That's it, man liest sich wieder mit der Liste Juli!

Tuesday, June 30, 2009 5:38:02 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00)  #    Comments [0]
# Thursday, June 25, 2009
Mit Politik hab ich es ja nicht so wie der BLfH - mir ist eigentlich wurscht was die Kasperln so absondern - aber diesen schönen (?) Satz des Österreichischen Bundeskanzlers muss ich einfach als Kommentar zum letzten Eintrag des BLfH hier anbringen:

"Wenn die Konjunktur wie eine zarte Pflanze wieder beginnt, werden die Regierungen sehr genau schauen, dass sie diese mit Sparprogrammen wieder abwürgen."

Thursday, June 25, 2009 6:08:56 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00)  #    Comments [0]
# Wednesday, June 24, 2009

Felderer: Höhere Mehrwertsteuer fürs Budget

Der einzige Trost der dem gemeinen Steuerzahler bleibt ist daß die Banker bereits übereifrig am nächsten Crash arbeiten. Und der wird System-zerstörend sein. Und dann haben diese Zocker auch nichts mehr von der Kohle die sie auf die Seite geschafft haben (Geld löst sich bekanntlich NICHT in Luft auf).

Lange warten werde ich zum Glück nicht müssen, denn aus der aktuellen Krise gelernt hat niemand was, die "Talente" sind bereits wieder am Spieltisch zurück. Ich will aber dann zumindest die eine oder andere Bank straffrei thermisch sanieren dürfen, als kleines Circenses (weil Brot wird möglicherweise zu teuer sein).

Wednesday, June 24, 2009 9:25:55 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00)  #    Comments [0]
# Monday, June 22, 2009
Endlich, endlich halte ich mein Visum für die nächste Dienstreise in Händen. Hat ja nur fast zwei Monate und 62,50 Euro mit entsprechenden mehrmaligen Flugumbuchungen gedauert. Und das Visum bestätigt wieder mal wunderschön, daß Robert Fisk recht hat:

"It is a fact universally acknowledged that rich countries will usually give you tiny stamps in your passport while poorer countries – or anti-Western countries – will plaster a whole precious page of your passport with elaborately embossed visas[...]"

Antiwestlich will ich Mauretanien nicht unterstellen, aber arm ist das Land definitiv.

Der Beweis für das Fisksche Gesetz:



Zum Vergleich ein Japanisches:






Letzteres Visum gabs direkt bei der Einreise innerhalb von zwei Minuten und gratis wenn man von biometrischem Foto und zwei Fingerabdrücken absieht.
Monday, June 22, 2009 4:53:16 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00)  #    Comments [0]
# Thursday, June 11, 2009

Europe to get Windows 7 sans browser

Zitat: "Microsoft will not offer for distribution in the European territory the Windows 7 product versions that contain IE, which are intended for distribution in the rest of the world," Microsoft said in the memo. "This will apply to both OEM and Retail versions of Windows 7 products."

Damit hat MS einen klassischen Catch-22 für alle Käufer der Retailversion in Europa produziert: kein Browser auf der Maschine um einen anderen Browser downzuloaden. Sprich: erst IE8 via Windows Update installieren, dann anderen Browser downloaden.

Verständnis hab' ich für Microsoft, nicht für die EU: für MS, weil ich genauso einen auf Arschloch gemacht hätte (wenn mich jemand so blöd ansteigt dann nutze ich auch jede Gelegenheit für eine legale Genickwatschen). Für die EU nicht, weil ich jetzt auf allen Maschinen IE8 nachinstallieren muß. Und den Wixern in Brüssel kann ich diese Arbeitszeit nicht in Rechnung stellen. Nun gut, was soll man sich von ausrangierten Lokalpolitikern auf Altersteilzeit auch erwarten.

Thursday, June 11, 2009 7:32:18 PM (GMT Daylight Time, UTC+01:00)  #    Comments [3]